Trotz der dichten Bebauung lugt überall aus dem Untergrund
nackter, schroffer Kalkfelsen, der dem Viertel am Westufer von
Sydney Cove schon früh den Namen "The Rocks" gab.
Bald nach der Ankunft der "Firts Fleet" (Siehe
History) wurden die Strafgefangen auf den Felshang geschickt, um
erste Behausungen zu errichten. Als Baumaterial diente örtlicher
Sandstein. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts hatten Handel und Wandel
"The Rocks" zu einem ansehnlichen Hafenstädtchen wachsen lassen. Die
Strassen trugen Namen und es hatten sich zahlreiche
Geschäftniederlassungen eingerichtet.
Was soviel versprechend angefangen hatte, war jedoch bis weit in
die sechziger Jahre hinein ein heruntergekommenes Schmuddelviertel.
Der Abstieg begann mit der Überbevölkerung und den katastrophalen
hygienischen Zuständen. ein idealer Nährboden für die Pest, die im
Jahre 1900 von Ratten auf Schiffen eingeschleppt wurden.
Anschliessend ergriff jeder die Flucht, wer nur eben konnte. Der
Dolchstoss erfuhr "The Rocks" mit dem Bau der
Harbour Bridge zwischen 1923 und
1932, der ganzen Strassenzüge in Mitleidenschaft zog.
Die Rettung nahte 1968. Eine Bürgerinitiative machte mobil. 23
Hektare des historischen Viertels wurden von der eigens gegründeten
"Sydney Cove Authority" unter Schutz gestellt und in der Folgezeit
sorgsam saniert.
Heute präsentiert sich "The Rocks" den Touristen als nostalgisch
herausgeputztes Viertel mit allerlei kleinen Geschäften, Restaurants
und Pups. Nachts geht hier wahrlich die Post ab!